«Fürchten wir uns nicht, in der Nachfolge Jesu zu lieben!»

Internationaler Leitartikel - Mai 2016 - Nº 409

Jahresthema 2015-2016:
"Bleibt in meiner Liebe!" (Joh. 15,9)

 

Auf allen fünf Erdteilen müssen Männer, Frauen und Kinder ihre Heimat verlassen.
Sie haben nichts mehr. Sie wurden ausgeplündert, verfolgt, gefoltert. Sie sind hungrig. gedemütigt, obdachlos und ohne Geld. Ihre Verzweiflung ist so groß,... und die Schranken, vor denen sie stehen, scheinen unüberwindbar.
Was können sie tun? Sie sind entwurzelt und beschließen, ins Unbekannte aufzubrechen, das sie sich als lebenswert erhoffen.
Uns, die wir Christen oder Menschen guten Willens sind, stellt sich nun die Frage: Wie können wir ihnen materiell, moralisch und spirituell helfen?
Wie können wir die Wunden dieser verzweifelten Menschen pflegen? Seien wir in unseren Initiativen erfindungsreich je nach unseren Talenten und Fähigkeiten! Es geht nicht darum. einander zu vergleichen, wie wir einem Zukurzgekommenen helfen. Manchmal genügt ein Lächeln, ein Händedruck, ein Zuhören, eine Dienstleistung oder auch ein Gebet, eine Spende, ein Dach überm Kopf oder zum Beispiel die Aufnahme einer Flüchtlingsfamilie in der Pfarrei oder einer religiösen Gemeinschaft usw.

Hat uns Jesus denn nicht gesagt: "Was ihr dem Geringsten meiner Brüder getan habt, das habt ihr mir getan»? (Matth. 25,40). Vergessen wir nicht: Auch die Ausländer, die Armen und die Migranten sind genau wie wir Brüder und Schwestern, also Freunde Jesu Christi!
In der persönlichen Begegnung mit Christus schöpft der Christ die Kraft, sich an der frohen Botschaft des Evangeliums zu stärken und zu erfreuen und dies auch anderen zu vermitteln (so Papst Franziskus).

Wir müssen alle zusammen der Humanität den Weg bahnen und uns bemühen, zu weltumspannender Solidarität zu gelangen. Manche von uns leiden an den Folgen der Globalisierung und der Finanzkrise. Gewalt gegen Personen mündet im Chaos, während Offenheit und Herzlichkeit anderen gegenüber zum Frieden führt. Nur die Wahrung der Würde eines jeden Menschen kann eine Welt der Brüderlichkeit aufbauen, in der es sich gut leben lässt. Nur so weichen Angst und Argwohn derer, die uns als Fremde begegnen und machen gegenseitigem Vertrauen Platz.
Folgen wir Jesus, unserem Freund, und Maria, unserer Mutter, die uns den Weg ihres Sohnes weist.
Beten wir in diesem Monat Mai die Geheimnisse des Rosenkranzes, um Liebe in die Welt zu bringen.

 

Thérèse Turlan Delannoy
Internationale Koordinatorin


Internationaler Leitartikel - Juni 2016 - Nº 410


Équipes du Rosaire International
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FRANKREICH
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Deutsch